Was hat es mit der Mitmachgebühr auf sich?

Was ist die Mitmachgebühr?

Die Mitmachgebühr ist eine einmalige Zahlung (pro erwachsene Person), wenn man ernsthaftes Interesse am Projekt hat und in die sogenannte Mitmachphase einsteigen möchte. Die Mitmachphase ist die Zeit des gegenseitigen vertieften Kennenlernens und Ausprobierens, ob das Projekt für einen passt. Wenn diese Phase positiv verläuft (für beide Seiten) kann um Vereinsmitgliedschaft – und damit um einen fixen Platz im Projekt –  angesucht werden.

Warum eine Mitmachgebühr?

Zum Einstieg in die Mitmachphase bitten wir um zwei Dinge: einerseits um aktive Mitarbeit in der Mitmachphase (diese kann bis zu 5 Monaten dauern) und andererseits um die (oben schon erwähnte) Mitmachgebühr. Die Mitmachgebühr erfüllt mehrere Zwecke: Mit der Mitmachgebühr wird die bisher schon von allen Projektbeteiligten geleistete Arbeit symbolisch bezahlt (symbolisch, weil sich die tausenden Stunden Arbeit, das Herzblut etc. natürlich nicht beziffern lassen). Dennoch wird damit der bereits geleisteten Arbeit Wertschätzung entgegen gebracht. Außerdem entsteht bei den „Neuen“ nicht das Gefühl, man „schulde“ den schon länger Dabei-Seienden etwas. Weil die geleistete Arbeit natürlich über die Zeit mehr wird, ist unsere Mitmachgebühr gestaffelt. Je später man einsteigt, desto höher ist sie. Das hängt auch damit zusammen, dass die frühen Vereinsmitglieder ein viel höheres Risiko eingegangen sind (wer seine Eigenmittel eingezahlt hat, zu einem Zeitpunkt, als es noch keine Baubewilligung gab, hat viel Mut und Glaube an das Projekt bewiesen, ist aber eben auch ein höheres Risiko eingegangen, als Menschen, die in das fertige Haus einziehen). Zweitens ist die Mitmachgebühr für uns als Verein ein wichtiges Werkzeug, um die Ernsthaftigkeit von InteressentInnen einzuschätzen. InteressentInnenbetreuung ist lohnend und schön aber auch aufwendig. Mit der Mitmachgebühr garantieren wir, dass nur Menschen mit wirklich ernsthaftem Interesse in die Mitmachphase einsteigen.  Wichtig: Die Mitmachgebühr kommt dem gesamten Verein zu Gute (es werden damit nicht ältere Vereinsmitglieder „bezahlt“).  Das Geld kommt alleine dem Verein zu Gute, die Summe aller Mitmachgebühren ist für solidarische Zwecke eingeplant. Bei frühzeitigem Ausstieg aus der Mitmachphase bekommt man einen Teil der Mitmachgebühr wieder zurück erstattet.

Welche Gemeinschaftsräume plant ihr?

Gemeinschaftsräume sind ein ganz wesentlicher Teil unserer Planung. Dank sehr großzügiger und vielseitiger Gemeinschaftsflächen auf der einen Seite und einer nicht zu großen Gruppe auf der anderen Seite haben wir eher kleine Privatwohnungen geplant und werden viele Funktionen auslagern in Gemeinschaftsflächen.

Als Gemeinschaftsräume sind geplant:

  • Gemeinschaftsküche
  • Gemeinschaftsraum mit Kaminecke und Bibliothek
  • Gästezimmer (multifunktional nutzbar z. B. als Therapieraum (Massage usw.))
  • Kinderspielraum
  • Seminarraum
  • Co-Working Space
  • Werkstatt
  • Leih-Laden
  • Lebensmittellager
  • Fahrradwerkstatt/Fahrradgarage
  • Kinderwagenabstellraum/Abstellraum für Lastenräder
  • Waschkeller
  • Müllraum
  • Wellness-Raum mit Badewanne
  • Sauna
  • Presshaus inkl. 2 Erdkeller
  • Autogarage

In unserer Blog-Serie über Gemeinschaftsräume stellen wir die Gemeinschaftsräume im Detail vor. Bisher erschienen sind:

Unsere Gemeinschaftsräume: das Büro

Unsere Gemeinschaftsräume: die Werkstatt

Unsere Gemeinschaftsräume: die Fahrradwerkstatt

Unsere Gemeinschaftsräume: der Seminarraum

Unsere Gemeinschaftsräume: die Küche

 

Hasendorf ist ein kleines Dorf. Wie stellt ihr euch das mit der Mobilität vor?

Hasendorf liegt 40 km Luftlinie von Wien entfernt und ist dank zweier Bahnhöfe gut an die Stadt angebunden: Der Bahnhof Sitzenberg-Reidling ist in 10-15 Fahrradminuten erreichbar und der Bahnhof Tullnerfeld in 45 Fahrrad- bzw. 15 Autominuten. Vom Tullnerfeld ist man in 11 Minuten in Wien Hütteldorf und etwas später am Westbahnhof oder in Meidling oder am Hauptbahnhof. Direkt vor der Haustür gibt es außerdem eine Bushaltestelle Richtung Wien Hütteldorf. Auch Krems, Tulln, Herzogenburg und St. Pölten liegen in der Nähe. Supermarkt, Bank, Kindergärten und was man sonst zum täglichen Leben braucht – all dies ist in Reidling zu finden – und damit keine 10 Fahrradminuten von uns entfernt. Dennoch machen wir uns nichts vor: Hasendorf ist ein Kaff und liegt am Land ;) Wie stellen wir uns das mit der Mobilität also vor? In aller Kürze: Wir arbeiten an einem Mobilitätskonzept, das folgende Aspekte beinhaltet: Car-Sharing, große Fahrradgarage inkl. Lastenrädern (nutzbar für alle), Aufbau eines Gemeindetaxis, verstärkte Nutzung von E-Mobilität, Bilden von Fahrgemeinschaften usw. So wollen wir eine zukunftsfähige, nachhaltige und möglichst ökologisch verträgliche Mobilität schaffen.

Ich will Mitglied im Wohnprojekt werden? Wie sieht der Aufnahmeprozess aus?

Schreib/t uns ein E-Mail an hallo@wohnprojekt-hasendorf.at und wir verabreden uns zu einem persönlichen Info-Treffen im kleinen Rahmen. Wenn du/ihr danach weiterhin Interesse am Mitmachen im Projekt habt, bekommt ihr einen Fragebogen zugesendet, damit wir euch besser kennenlernen können (und ihr uns). Außerdem laden wir euch ein, uns mal bei einem der Werkeltage in Hasendorf zu besuchen, dort lernt ihr weitere Mitglieder, Haus und Dorf gut kennen. Bei weiterem Interesse folgt ein persönliches Gespräch und dann eine Probezeit/Mitmachphase des gemeinsamen Kennenlernens und miteinander Arbeitens. Egal, wie alt du bist, woher du kommst oder was du tust; bei uns sind alle Menschen willkommen, die sich von unserem Projekt angesprochen fühlen und unsere Vorstellungen teilen :)

Wie sollen die zukünftigen MitbewohnerInnen des Wohnprojekts sein?

Wir wünschen uns eine bunte und vielfältige Gruppe mit einer Mischung aus unterschiedlichen Berufen, Interessen, Generationen, Kindersituationen, sexuellen Orientierungen, Herkunft usw. Jeder Mensch kann sich mit seinen individuellen Fähigkeiten und Interessen einbringen und soll so authentisch in der Gemeinschaft sein können, wie er/sie gestrickt ist! Andererseits achten wir natürlich darauf, dass die BewohnerInnen auch zueinander passen. Dazu gehören gewisse gemeinsame Wertvorstellungen – z. B. die Art und Weise wie wir miteinander umgehen, wie wir Konflikte lösen usw. Rücksichtnahme, Respekt und Toleranz für Mensch und Natur sind uns in diesem Zusammenhang wichtig.

Kann ich bei euch eine Eigentumswohnung kaufen?

Nein. Wir haben uns dafür entschieden, dass die einzelnen BewohnerInnen ihre Wohnungen nicht erwerben können. Grundstück und Haus gehören dem Verein. Damit behält der Verein die Kontrolle, wer in Zukunft im Haus wohnt. Denn wer wieder ausziehen will, bekommt zwar wie bei einer Genossenschaftswohnung die eingebrachten Eigenmittel und zusätzlich den die Miete im Wesentlichen ausmachenden Kredittilgungsanteil (abzüglich Verwohnung, inkl. Wertsicherung bzgl. Inflation) gänzlich zurückerstattet, er oder sie kann aber nicht die Wohnung an jemand anderen weiterverkaufen. Klingt kompliziert? Details hierzu gibt es bei einem InteressentInnengespräch :)